KAPITEL I - AM WEGESRAND
An des Weges Rand findet sich so allerlei.
Nur muss man inne halten und sich der Stille ergeben.
Dann ist das Eine und das Andere zu vernehmen.
Wie es flüstert oder leise ruft,
Oder sacht dich zieht und zieht,
Vom Wege weg zu Neuem.

Und dann abseits der Wege die herkömmlich begangen werden,
Da ist Licht und Kälte,
Und alle Teile werden neu sortiert,
Und neu gewürfelt und
Kälte wird erwachend wirken.

Kontraduce: Hier bin ich im Busch und werde nicht gesehen noch gehört.

Hämoplast: Ja, freilich fast wie eine einsame Reise. Zu beneiden sie schon sind. Und dann in einem Busch. Ein Busch ist so was feines.

Das schwebende Schaf: Leicht aus Angst. Leicht wie die Angst. Werde ich zu Dem durch die Kraft der Angst. Sie schlägt mich ab vom Wege.

Hämoplast: Es ist die Angst, die uns treibt dahin, ob wir es wissen oder nicht. Selbst wenn wir erkennen derer, wird sie uns halten und knechten.

Kontraduce: Als Knecht, da kann man sich was gehörig verdienen. Das wird geernted, wenn es soweit ist. Und die Zeit führt hin zum Meister.

Hämoplast: Als Meister wahrlich wird man neu geboren. Die Angst zu zügeln und sie an Ketten zu legen. Besser noch; sie gezähmt als Haustier zu halten.

Kontraduce: Eins geht mit dem anderen einher. Auf dann!

Und weiter weg vom Wege
Tiefer in die Büsche
Schwebt das Schaf
Beschwebt durch die Kraft der Angst
Gleichermaßen betäubt wie belebt
Unheimliche Kraft der Dunkelheit
Dunkelheit im Bewusstsein
Klarheit in der Tiefe
Gleichsam der Reinheit des Ursprunges
Verborgende Quelle der Leides
Und Lösung der Qual
Als Befreiung und Auflösung.

Das schwebende Schaf: Wie sich es anfühlt. Weicher Tau des Ekels gleich die Haut geschmeidig streichelt. Und als Netz des Erstickens die Luft ins Tarnszendente abschnürt.

Die Tür: Hinter mir die vermeintliche Ursache. Doch das spielt keine Rolle mehr. Dennoch kannst Du es erfahren. Doch wirst merken, dass dies nicht der Schlüssel ist.

Kontraduce: Nun quäl das gequälte Schaf nicht mit Rätseln im größten Rätsel das das Leben ist und dies schon mehr als genug.

Das schwebende Schaf: Hinter der Tür, danach sehne ich mich wohl. Als Befreiiung wirkende Widergeburt. Ein Gefühl vom Selbst und ohne Verschattung.

Die Tür: Das Selbst nur kann uns Freiheit geben.

Kontraduce: Wohl war. Doch langer Übüng ist eines jeden Schicksal. Fast.

Das schwebende Schaf: So öffne dich, oh Tür und lass mich durch. Ich trachte nach Berfeiung von den Fesseln der Vergangenheit als Angst erblüht.

Tiefer und tiefer
Wie ein Nebel verdichtend
Das Gefelcht an Bäumen Synapsen gleich
Im Wirrwarr aus Raum und Zeit
Losgelöst dennoch und zirkulierend
Als Schwamm und Brei und Fragezeichen
Wer bin ich und wo und wann
Gib Antwort so erbitte ich

Oder lass mich versinken im Strudel
Des Nirgendwo und der Einsamkeit
Das als wärmender Teppich heiternd auf
Mich schwebt und zähmt als Schaf.

Kontraduce: Nur wenige schon habens den Weg gefunden seit je her ihres Körpers hier auf Erden. Wohl auf. Gehet`s dahin den süßen Geschmack der Blumen der Ewigkeit ernaschen. Es duftet schon. Könnt ihr es nicht riechen? Es schwingt ein wenig wie auch hier schwinget. Schwinget euch dahin. Ich gebe euch einen Segen. Meine Worte.

In der Finsternis ist das Licht seit je her und macht es lichter.
Durch der Einsamkeit Finsternis ins Licht des wärmend Leuchtenden.
Der Himmel bebet, ihr könnt es nicht fühlen, nur ahnen.
Auf dass die Welt sich wandelt.
Hinfort!

Das schwebende Schaf: So suche ich und suche. Als Suchender, der ich bin im Hier und Jetzt.
Des Weges Weite schier unermesslich.
Wie lang wird´s dauern?
Ein Leben lang oder zwei oder drei?
Wohin soll ich wandern? Mir graut´s vor dem was kommt. So weit, so einsam. Wer gibt Hoffnung?
Der Texte Weiser ist´s zu lesen, dass dieser Weg so ist. Nicht leicht und selten süß.
Der Schwere an Verdruß und Hinterfragungen wie bleierndes Gedankenpfand erdrückt des Lebens Willen.

Kompostierte Weisheit: Ich fühle mit euch.
Als Trost mache ich es euch vor.
Das Gefühl, so meine ich, das nur ein Gedanke ist.
Und nun erlischt der Gedanke und so auc das Gefühl
Erlöscht so auch die euren und ihr könnt fliegen.

So dampft´s aus dem Walde
Gedanken aus Finsterniß
Durchleuchtet durch des Lichtes Erwachen
Durchtränkt aus Wasser
Solls beleben den Weg
Auf geht´s
Hab Mut!

KAPITEL II - IM WALD
Flüsternd haucht der Wind
Die Dämmerung ins Waldesherz
Die letzten Strahlen Lichts so klar
Stechend in die Ungewissheit der nahenden Nacht
Flüsternd haucht der Wind
Vom nahend Nächtlich Stund'
Der Warheit klarer Kühle
Auf das es reinigt und im Dunkel
Erlichtet das kleine, suchend Herz
In der Finsternis, die naht
Zu gehen den Weg aus dem Irren
Durch das Suchen nach ...

Der Schwebende: Mir ist´s so schwummrig im Gehäuß des Herzens.
Der Körper will entfleuchen diesem schandhaften Geiste
Umherzurrt eine Fantasie der anderen folgend
Das Eigentliche hinter allem
Bis zu Unkenntlichkeit hin
Sich als Vergessen darstellend
Schon seit Geburt
.

Nur die Ruhe
Den Atem kontrollierend
Das Jetzt bestimmen
Und standhaft sich dem stellen
Was da ist.

Das Gefleuch im Chor: Hallerlei, hallerlo
Fiedelei, Fiedelo
Larilo, Larilei
Omso, Umso, Imsolei

Das Licht erlischt
Der Tag vergeht
Die Nacht besteht
Und zieht mitsamt sich
Geistern hinauf

Fragt´s ruhig
Wer da ist, oder nicht ist
Wir sind es
Nicht, nach den Du fragen wirst

Der Schwebende: Ich irrte hinein dem unsichtbaren Wege folgend
Geleitet durch Stimmen am Wegeserand
Die Mut mir zusprachen und
Nun will ich´s verrichten
Die Angst als Kraft und Begleiter
Stets um Antworten bemührt
Die mich handeln lassen
Als Flüchtigen

Drum lasst mich fragen
Ihr Geister ihr
Aus dem Gebüsch im Schatten lauernd
Werde ich es schaffen?

Die Geister: Franla, Franlo, Ihr holdes Ich
Egolein, Egolin, Ego Ego
Nur das stellt diese Frage
Folgend dem wahren Herzen
Und brechend den Körper
Noch vielmehr das Ego
So soll es sein

Der Schwebende: Mir ist´s noch schwummriger
Als vorher der Verwirrtheit Wirre
Heilt nicht sondern wirrt im Wahrsten
Als Wort mich wirrend in die Wirre
Muss schlafen oder träum ich schon
Es zurdelt mir die Flüsterei
Schon ziemlich die Nerven in die Stränge

Hat´s gepackt diegleichen
Und platzen sie nicht am Strome
Der zugleich föhnt in wildem Tempo
Durch diese Fasern des Wahnsinns
Hin zum präfrontalen Rindenmulch
So stellen sie ihn außer Kraft
Und dann sobald er lahm gelegt
Ein Funken Freiheit zu erahnen
Im drogengleichen Entspannungstrance

Die Geister: Oh ho, schau an, er ziemt sich gar sehr
Wie er sich windet und scheut
Das kleine Lamm
Wir wollen ihn braten
Das Feuer wird ihn leutern
Auf das sein SELBST erleuchtet
Der Weg schon sei der richtige
Wohl dauerts noch recht lang

Die Nacht sie schreitet schnell voran
Das Dunkel zwingt zur Innenschau
Da doch die Weite verborgen liegt
Im Außen als Schein der lichten Wellen

Der Leuchtwurm: So, nun haben wir ausgeschlafen
Lasst uns eine Runde tanzen
Zu so schöner Stund
Wie sie nur sein kann jetzt
Und hier bei Nacht im Walde

Ich tänzle meine Runden
Und freu mich gar und sehr
Des Lebens voller Funken
Kraft mich treibt
Ins Glücke tralilum.

Der Gestrandete: Mich hats gewirrt zu Boden
Nun schweb ich nimmer mehr
Auch so lässt sich es halten
Zumindest hoff ich es sehr
Denn ohne Angst fehlt´s an unbestimmter Kraft
Die orientierungslos das Schweben
Macht

Der Leuchtwurm: Der Mächte vielen sind
Von dem einen und dem anderen
Doch sind sie alle gleich
Am Ende und am Anfang

Doch zählt das später
Vielleicht erst überhaupt
So lass und tanzen und beginnen
Los gehts, auf auf!

Der Gestrandete:Des Tanzens ich nur bin zu müde
Such Ruhe und Stille nebst der Angst
Die mich triebte viel zu viel und
Hierher irren lies
Denn ohne Angst fehlt´s an unbestimmter Kraft
Die orientierungslos das Schweben
Macht

Der Leuchtwurm: Ich höre schon ganz aufmerksam
Ein Wurm ich zwar der Größe nach
Doch leuchtets schon gewisserlei
Am Ende und am Anfang

Der Gestrandete:Nun lass es mich dir sagen
Das ich doch insgeheim
Wohl doch genau das suche
Was mich doch irrerlei
So werden lies palim palom
So orientierungslos das Schweben
Hernach Hervor Herdann!

Es ward der Abend und dann ist es Nacht.
Der Wurm er leuchtet
Und leuchtet dem Gestrandeten
Die Sicht in der dunklen Nacht
Gibt Hoffnung auf den Morgen
Der nun bald auch kommen mag.

Da geht er auf
Der Mond und
Auch er leuchtet
Hell in die Nacht
Ganz voll
Die Schatten erweckend
Durch sein Licht
So hell
So voll
Die Kühle
Sie wärmt
Das Elbengleich
Elbenbleiche
Immerwährende
Seit Tausend Jahren
Solch eine Kraft.

Der Mond:Seit je her
Das Spiel aus Werden und Vergehen
Im grell Reflektierten
Der Galaxie entspringend
Sternenlicht und
Selbst nur anstrahlend und
Wegstrahlend
Steh ich Dir bei
Unbefleckter Freund der Nacht
Im grell Reflektierten
Der Galaxie entspringend
Sternenlicht und
Selbst auch Du
Im Stern geboren


IMPRESSUM
(c) Falk Zakrzewski; falk.zakrzewski(ät)artmovement.org; Bautzner Straße 11; 01099 Dresden
Der Inhalt dieser Seite/Text ist urheberrechtlich geschützt. Ohne Einverständnis dürfen keine Inhalte/Text verwendet werden.